Kirche

Kirche 1945

Das erste Gotteshaus in Dimbach war vermutlich eine kleine Kapelle. Den genauen  Standort kennt man nicht mehr, jedoch befindet sich oberhalb des Dorfgemeinschaftshauses eine Gemarkung die bei den Dimbachern schon immer umgangssprachlich mit „Helsche Heisel“ betitelt wird, was übersetzt „Heiliges Häuslein“ bedeutet. Daraus kann man ableiten das dort wahrscheinlich die Kapelle stand, welche noch vor der Zeit des Protestantismus stammte. Mit der Reformation im Jahr 1556 wechselten die Grafen des Lehen der Burg Lindelbrunn  die Konfession und wurde protestantisch. Dadurch wurden auch die zur Grafschaft gehörigen Dörfer Darstein, Oberschlettenbach, Vorderweidenthal und Dimbach ebenfalls protestantisch. Zum Kirchgang und um ihre Toten zu bestatten mussten die Dimbacher damals noch nach Vorderweidenthal.

Renovierte Kirche

Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gab es im Ort eine Kirche in der Form eines Betsaales, welcher sich im Obergeschoss eines Wohnhauses befand. Dies wird belegt durch einen handschriftlichen Eintrag aus dem Jahre 1765 in einer alten Dimbacher Bibel:  „Dass Hans Adam Funk und Jacob Ut aus Dimbach vom Amtmann Wilt von Valkenburg die Erlaubnis erhielten Holz zu schlagen zum Bau einer Kirche und zum Erwerb einer Glocke“. 1904 wurde dann dieses Wohnhaus bis auf die Fundamente abgerissen und an gleicher Stelle im Jahr 1904/1905 die heutige Dimbacher Kirche errichtet, welche man am 28. Mai 1905 eingeweiht hat.

Innenbereich der Kirche (Foto: Stephanie Ser)

Im Jahr 2006/07 wurde die Kirche erneut unter großer ehrenamtlicher Beteiligung der Kirchenmitglieder bis  auf die Grundmauern restauriert. Durch die 2014 neue  handgefertigte Orgel, die insgesamt 453 Orgelpfeifen und eine eingebaute Nachtigall besitzt, ist die evangelische Kirche heute das Schmuckstück im Dimbacher Ortskern

Vor allem für Hochzeitsfeiern und  Taufen wird die Kirche aufgrund ihrer familiären und gemütlichen Atmosphäre sehr gerne genutzt.

Ansprechpartner:  Pfarrer Berthold, Tel.: 06398-321

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Eine Ära ging am 20. Januar 2019 zu Ende

An diesem Sonntag wurden Gisela und Edwin Neufeld im Rahmen eines Festgottesdienstes vom langjährigen Amt als Kirchendiener verabschiedet.

Das Presbyterium Dimbach mit dem Ehepaar Gisela und Edwin Neufeld (Foto: Tobias Funck)

Über fast fünf Jahrzehnte hatte das Ehepaar den Dienst in der protestantischen Kirchengemeinde Dimbach ausgeübt. In einer Laudatio durch Pfarrer Berthold wurden die Stationen als Kirchendiener in Verbindung mit einem Bildervortrag aufgezeigt. Im Anschluss bedankte sich das komplette Presbyterium persönlich bei den Beiden und überreichte ein Geschenk, sowie einen Blumenstrauß.

Auch von den Kindern des Kigo gab es einen selbst gebastelten Strauß Blumen und Jeder überbrachte ein ganz spezielles Dankeswort an die Beide.

Ortsbürgermeister Thomas Funck dedankt sich mit einem Präsent im Namen der Ortsgemeinde (Foto: Tobias Funck)

Anschließend bedankte sich Ortsbürgermeister Funck im Namen der Gemeinde mit den Worten: „Über fast 50 Jahre hat das Ehepaar eine Generation begleitet und dabei ein wichtiges und prägnantes Gebäude  unserer Gemeinde auf eine ganz besondere, liebevolle Art und Weise gepflegt. Besonders zu erwähnen wäre dabei die Komplettsanierung der Kirche in den Jahren 2005-2007. Dabei wurde auch ein Kirchenanbau realisiert, welche zu Ehren auf den Namen „Edwin Neufeld Anbau“ benannt wurde. Eine Ära ging nun zu Ende und sie  waren ein fester Bestandteil unserer Gemeinde, deshalb auch nach so langer Zeit eigentlich nicht mehr wegzudenken. Doch auch ein Abschied bedeutet immer die Chance für einen Neubeginn, auch wenn es schwer fällt für das Ehepaar Neufeld sich aus seinem „heimlichen Wohnzimmer“ zu verabschieden“.

Beim anschließenden Sektempfang gab es noch zahlreiche nette Gespräche und viele Dankesworte an das Ehepaar Neufeld für die lange Zeit im Dienste und zum Wohle der Kirchen,- und Ortsgemeinde.

Dimbacher Kirche 2017 (Foto: Thomas Funck)

 

Rollenspiele zum Reformationsjubiläum 2017 (Foto: Funck)

Rollenspiele zum Reformationsjubiläum 2017 (Foto: Funck)

Orgelkonzert 2016 (Foto: Funck)

Orgel- und Musikkonzert 2016 (Foto: Thomas Funck)